Informationen, Downloads und Links

Hier stellen wir Ihnen wichtigen Informationen zu ihren Rechten und Möglich- keiten zur Verfügung. Sie finden zum Beispiel Gesetzliche Informationen zu den Themen Fehlgeburt - Totgeburt und Lebendgeburt sowie Informationen über die Bestattungsmöglichkeiten und die Hebammenbertreuung für Sternenkinder im Rhein Main Gebiet.

Eine umfangreiche Sammlung weitere hilfreicher Informationen hält die Initative Regebogen auf ihrer Webseite für Sie bereit. Des weiteren halten wir im Download Bereich einige hilfreiche Dokumente für Sie bereit, darunter finden sie zum Beispiel Ideen zu Ersten Hilfe, Tipps für Angehörige und eine Geburtsurkunde zum Selbst- ausdrucken, die Sie auch gerne als GynäkologIn in ihrer Praxis ausgeben können. Auch unser Flyer, der Mitgliedsantrag, die Satzung, diverse Zeitungsartikel sowie eine Bücherliste und Filmliste sind unter Download zu finden.

Im Link Bereich finden Sie verschieden Angebote, die sich mit der Thematik Sternenkind beschäftigen. Darunter sind Seiten die sich mit dem Erschaffen von Erinnerungen beschäftigen, Informations- Gedenk und Kontaktseiten, Seiten für besondere Diagnosen und Seiten die Dokumentationen zeigen sowie Links zu ver- schiedenen Vereinen.

Gesetzliche Informationen

Fehlgeburt

Wenn ein Kind unmittelbar nach der Geburt alle der folgenden Merkmale aufweist, gilt es als Fehlgeburt:

  • keinen Herzschlag und
  • keine pulsierende Nabelschnur und
  • keine natürliche Lungenatmung
  • Gewicht unter 500 Gramm

Eine Fehlgeburt stellt im rechtlichen Sinne leider keine Entbindung dar und löst daher
keine mutterschutzrechtlichen Folgen, insbesondere keine Schutzfrist nach der Entbindung aus.

Bei einer "frühen" Fehlgeburt (vor der 12. Schwangerschaftswoche) besteht bisher leider kein besonderer Kündigungsschutz.

Allerdings ist eine Sternenkindmutter auch bei einer Fehlgeburt nicht schutzlos. Seelische oder körperliche Belastungen nach einer Fehlgeburt sind nicht selten. Wer arbeitsunfähig ist, sollte sich das von einem Arzt bescheinigen lassen. Hier gelten dann die Regelungen für Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall bzw. zum Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung.

Totgeburt

Wenn ein Kind unmittelbar nach der Geburt alle der folgenden Merkmale aufweist gilt es als Todgeburt:

  • keinen Herzschlag und
  • keine pulsierende Nabelschnur und
  • keine natürliche Lungenatmung
  • Gewicht mindestens 500 Gramm ODER
  • Gewicht des Kindes unter 500 Gramm, jedoch min. die 24. SSW

Lebendgeburt

Wenn ein Kind unmittelbar nach der Geburt eines der folgenden Merkmale auf- weist, gilt es unabhängig vom Geburtsgewicht als Lebendgeburt:

  • Herzschlag oder
  • pulsierende Nabelschnur oder
  • natürliche Lungenatmung

Bei einer Totgeburt oder dem versterben des Kindes kurz nach der Geburt wird Mutterschutz gewährt. Die Dauer entspricht in der Regel der allgemeinen Schutz- frist von acht Wochen nach der Entbindung bzw. soweit es sich gleichzeitig um eine Frühgeburt (Geburtsgewicht unter 2.500 g) handelt, die verlängerte, zwölf- wöchige Schutzfrist. Bei Mehrlingsgeburten gilt ebenfalls eine verlängerte Mutter- schutzfrist von 12 Wochen.

Ab der dritten Woche nach der Geburt besteht die Möglichkeit, vorzeitig wieder der Arbeit nachzugehen, wenn das ausdrücklich gewünscht ist und aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht. Diese Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.

Kündigungsschutz

Nach einer späten Fehlgeburt (nach der 12. Schwangerschaftswoche (ab 12+0), einer Totgeburt oder Neugeborenentod gilt ein Kündigungsschutz von 4 Monaten nach der (Fehl-)Geburt. Die Schwangerschaft bzw. Entbindung muss dem Arbeit- geber zum Zeitpunkt der Kündigung bekannt sein oder innerhalb von 2 Wochen nach dem Zugang der Kündigung mitgeteilt werden. Der Kündigungsschutz bezieht sich in erster Linie auf eine ordentliche Kündigung, eine verhaltensbedingte Kündigung aus wichtigem Grund kann in besonderen Fällen auch innerhalb dieser 4 Monate für zulässig erklärt werden.

Hebammenbetreuung

Jede Sternenkindmutter hat den Anspruch auf Hebammenhilfe während und nach der Geburt oder Fehlgeburt ebenfalls bei medizinisch induzierten Geburt oder Fehlgeburt (medizinisch-indizierten Schwangerschaftsabbruch).

Die Hebamme kümmert sich bei der Mutter um die Versorgung von eventuellen Geburtsverletzungen, schaut ob sich die Gebärmutter gut zurückbildet, hilft beim Abstillen und hört ihr zu, wenn sie von Trauer und Ängsten übermannt wird.
Die Kosten für die Betreuung in den ersten zehn Tagen ab der Geburt sowie weitere sechzehn Termine bis Ende der Wochenbettzeit (8 Wochen) übernehmen die Krankenkassen. Sollten Sie sich eine weiter Betreuung wünschen, kann Sie beim behandelnden Gynäkologen ein Rezept erfragen und dieses vorlegen.

Privatversicherte sollten vorher mit ihrer Krankenkasse besprechen, welche Leistungen übernommen werden oder welche eventuell selber getragen werden müssen.

Gedenktage

Gedenktage für Sternenkinder

Der "Tag der Sternenkinder" ist der 15. Oktober eines jeden Jahres. Es ist der Tag all der geliebten kleinen Seelen, die uns zu früh verlassen mussten. Sei es durch Fehlgeburt, stiller Geburt, Neugeborenen Tod oder späteren Kindsverlust.
Rund um die Welt wird eine Kerze ins Fenster gestellt, um unseren besonderen Kindern zu gedenken, sie zu ehren und um ein Zeichen zu setzen
Seinen Ursprung hat dieser Tag in Amerika und Kanada, wo eine Initiative den 15. Oktober als "Pregnancy and Infant Loss Remembrance Day" etabliert hat.

Worldwide Candle Lightning

Immer am 2. Sonntag im Dezember findet das "Worldwide Candle Lighting" statt. Ein weltweiter Gedenktag für alle verstorbenen Kinder.
Dabei stellen wir Eltern und Angehörige, die ein oder mehrere Kinder verloren haben, um 19 Uhr Ortszeit eine brennende Kerzen für eine Stunde in ihr Fenster.
Während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so daß eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt.

Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, daß unsere Kinder das Leben erhellt haben und daß sie nie vergessen werden. Das Licht steht auch für die Hoffnung, daß die Trauer das Leben nicht für immer dunkel bleiben läßt. Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen. Es ist ein Zeichen der Solidarität unter uns.